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Bruxismus auf einen Blick
- Was es ist: unwillkürliches Zusammenbeißen oder Knirschen der Zähne, am häufigsten im Schlaf, aber auch im Wachzustand
- Symptome: morgendliche Kieferschmerzen und Verspannungen, Kopfschmerzen, abgenutzte oder geschädigte Zähne, empfindliche Zähne und vergrößerte Kaumuskeln
- Ursachen: Stress und Angst sind häufige Auslöser; Alkohol, Rauchen, einige Medikamente und Schlafstörungen können die Erkrankung verschlimmern
- Botox-Behandlung: Injektionen in den Kaumuskel reduzieren übermäßige Presskräfte, lindern Schmerzen und schützen die Zähne bei gleichzeitiger Erhaltung der Kaufunktion
- Wichtig: Botox behandelt nicht jede Ursache von Bruxismus: Eine zahnärztliche Untersuchung, eine schützende Aufbissschiene und Stressbewältigung sind häufig Teil des Plans.
Was ist Bruxismus?
Bruxismus ist eine anhaltende Angewohnheit, die Zähne zusammenzubeißen oder zu knirschen, die meist unbewusst im Schlaf auftritt, aber auch tagsüber auftreten kann – insbesondere bei Stress, Konzentration oder Anspannung. Bei manchen Menschen verläuft die Erkrankung ohne Schaden, aber längere starke Einwirkung kann den Zahnschmelz angreifen, die Zähne schädigen und anhaltende Kieferschmerzen verursachen.
Symptome und Folgen
Typische Anzeichen sind morgendliche Kieferspannung oder -schmerzen, Schläfenkopfschmerzen, abgenutzte oder abgebrochene Zahnkanten, Zahnempfindlichkeit und Nackenverspannungen. Bei starkem Bruxismus vergrößern sich die Kaumuskeln, wodurch die Unterseite quadratischer erscheint. Ein Partner bemerkt das knirschende Geräusch oft zuerst in der Nacht.
Bruxismus ist oft mit Stress und Angst verbunden und kann durch Alkohol, Rauchen, Koffein am Abend, bestimmte Medikamente und Schlafstörungen verschlimmert werden. Deshalb beginnt die Behandlung mit der Suche nach der Ursache und nicht nur mit der Beruhigung des Muskels.
Botox: Wie hilft es?
Botox wird in den Masseter, den wichtigsten Kaumuskel, injiziert. Es reduziert die übermäßige Kontraktionskraft, die Pressen und Schmerzen verursacht, während die Dosis genügend Kraft für normales Kauen erhält. Das Ziel ist nicht, den Kiefer zu „lähmen“, sondern einen überlasteten Muskel zu beruhigen. Das Ergebnis entwickelt sich über zwei Wochen und hält durchschnittlich 4-6 Monate.
Was beinhaltet die Behandlung sonst noch?
Botox repariert keine bereits geschädigten Zähne und behebt nicht jede Ursache. Eine zahnärztliche Untersuchung beurteilt den Verschleiß und den Biss; ein Aufbissschiene schützt die Zähne; Techniken zur Stressbewältigung und Gewohnheitsänderungen reduzieren die Auslöser. Bei Verdacht auf Schlafapnoe oder eine andere Schlafstörung ist eine entsprechende Diagnose erforderlich.
Häufig gestellte Fragen
Beeinflusst Botox das Kauen?
Eine richtig dosierte Dosis reduziert nur die übermäßige Kraft des Kaumuskels. Das normale Kauen bleibt erhalten; Bei harter Nahrung kann es für einige Tage zu leichter Müdigkeit kommen.
Wie lange hält die Wirkung an?
In der Regel 4-6 Monate. Bei regelmäßiger Wiederholung nimmt die Hypertrophie des Masseters ab und die Abstände können länger werden.
Verändert Botox die Gesichtsform?
Bei vergrößerten Kaumuskeln wird das untere Gesicht allmählich schmaler. Dies ist ein schrittweiser Effekt und nicht für jeden Patienten das Ziel.
Brauche ich weiterhin eine Aufbissschiene?
Oft ja. Botox reduziert den Kraftaufwand und der Zahnschutz schützt die Zähne vor bleibendem Zusammenbeißen – die beiden Ansätze ergänzen sich.
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