Sinuslift: Anhebung des Kieferhöhlenbodens vor der Implantation

Wenn im Oberkiefer die Knochenhöhe für ein Implantat fehlt, ist die Lösung meist ein Sinuslift — ein Routineeingriff, der das stabile Fundament für den neuen Zahn schafft. Hier erfahren Sie, wie er abläuft, wie lange die Heilung dauert und wer ihn überhaupt braucht.

Kurz gesagt

  • Was es ist: ein Eingriff, bei dem die Membran der Kieferhöhle angehoben und Knochenersatzmaterial darunter eingebracht wird
  • Für wen: Patienten mit fehlender Knochenhöhe im seitlichen Oberkiefer, wo ein Implantat geplant ist
  • Zwei Techniken: interner (kleiner) und externer Sinuslift — die Wahl hängt vom 3D-Röntgen ab
  • Betäubung: lokal; der Eingriff ist schmerzfrei
  • Heilung: neuer Knochen bildet sich in 4–6 Monaten; die Schwellung klingt in wenigen Tagen ab
  • Kosten: abhängig vom Umfang; ein Richtwert wird bei der Untersuchung genannt

Auf dieser Seite

  • Was ein Sinuslift ist
  • Wann er nötig ist
  • Zwei Techniken
  • Ablauf des Eingriffs
  • Heilung
  • Kosten
  • Häufige Fragen

Was ist ein Sinuslift?

Die Kieferhöhle ist ein luftgefüllter Hohlraum im Oberkiefer, direkt über den Wurzeln der Seitenzähne. Gehen obere Seitenzähne verloren, verliert der Knochen dort mit der Zeit an Höhe und die Kieferhöhle dehnt sich nach unten aus — für ein Implantat bleibt oft zu wenig „Boden“. Beim Sinuslift wird der Boden der Kieferhöhle angehoben und der Raum unter ihrer Membran mit einem Material gefüllt, das der Körper in den folgenden Monaten in eigenen Knochen umwandelt. Es ist eine spezielle Form des Knochenaufbaus (Augmentation) für genau diese Region.

Wann ist er nötig?

Am häufigsten bei Patienten, denen obere Molaren oder Prämolaren schon lange fehlen, nach Knochenverlust durch Infektionen oder Parodontitis und bei anatomisch „tief liegender“ Kieferhöhle. Ob ein Sinuslift nötig ist — und welcher — zeigt das 3D-Röntgen (DVT), das zur Planung jedes Zahnimplantats gehört.

Zwei Techniken: intern und extern

Der interne (krestale) Sinuslift erfolgt durch das Implantatbett selbst: Die Membran wird um wenige Millimeter angehoben, eine kleine Menge Material eingebracht und das Implantat oft noch im selben Termin gesetzt. Der externe (laterale) Sinuslift erfolgt über einen kleinen Zugang von der Seite des Kiefers, wenn mehrere Millimeter Knochen fehlen; die Implantation wird dann meist um 4–6 Monate verschoben, bis sich neuer Knochen gebildet hat.

Wie läuft der Eingriff ab?

Nach 3D-Röntgen und Planung wird der Eingriff in örtlicher Betäubung durchgeführt und ist schmerzfrei — Sie spüren nur Druck. Die Membran der Kieferhöhle wird vorsichtig abgelöst und angehoben, der Raum mit Knochenersatzmaterial gefüllt (meist aufbereitetes Ersatzmaterial), mit einer Schutzmembran abgedeckt und die Wunde vernäht. Der Eingriff dauert in der Regel 45–90 Minuten.

Heilung und Genesung

Schwellung und Spannungsgefühl sind in den ersten zwei bis drei Tagen normal und werden mit der verordneten Therapie kontrolliert. In den ersten Wochen vermeiden Sie kräftiges Nasenschnäuzen und ähnliche Belastungen — ausführliche schriftliche Anweisungen erhalten Sie nach dem Eingriff. Neuer Knochen bildet sich in 4–6 Monaten; danach ist die Region bereit für das Implantat, mit Kontrollterminen dazwischen.

Kosten

Die Kosten hängen von der Technik (intern oder extern), der Materialmenge und davon ab, ob das Implantat gleichzeitig gesetzt wird — ein Richtwert wird daher bei der Untersuchung mit dem Behandlungsplan genannt. Sehen Sie auch unsere Preisliste zahnärztlicher Leistungen.

Häufige Fragen

Ist ein Sinuslift schmerzhaft?

Nein — er wird in örtlicher Betäubung durchgeführt. Danach sind Schwellung und mäßiges Unbehagen zu erwarten, die mit Medikamenten kontrolliert werden; am deutlichsten in den ersten zwei Tagen.

Wie lange wartet man auf das Implantat nach einem Sinuslift?

Beim internen Sinuslift wird das Implantat oft sofort gesetzt. Beim externen wartet man 4–6 Monate, bis sich neuer Knochen gebildet hat.

Ist der Eingriff sicher?

Mit 3D-Planung ist es ein Routineeingriff. Die bekannteste Komplikation ist eine Verletzung der Kieferhöhlenmembran, die noch während des Eingriffs versorgt wird — Ihr Arzt informiert Sie vorab ausführlich über alle Risiken.

Kann ein Sinuslift vermieden werden?

Manchmal — bei geringem Knochenmangel gibt es Alternativen (kürzere Implantate, interner Zugang). Was bei Ihnen möglich ist, zeigt das 3D-Röntgen.

Quellen

  • Pjetursson BE, Tan WC, Zwahlen M, Lang NP. A systematic review of the success of sinus floor elevation and survival of implants inserted in combination with sinus floor elevation. J Clin Periodontol 2008. PMID 18724852 (Part I) PMID 18724853 (Part II)

Vereinbaren Sie eine Untersuchung

Wenn Ihnen gesagt wurde, dass für ein Implantat im Oberkiefer Knochen fehlt, zeigt das 3D-Röntgen genau, wie viel Knochen vorhanden ist und ob Sie einen Sinuslift brauchen. ESTERA, Bokeljska 7, Vračar, Belgrad — +381 66 378 372.

Vereinbaren Sie eine Untersuchung: +381 66 378 372

Inhalt erstellt und medizinisch geprüft von Dr. Nenad Stanković, DDS/DMD, Facharzt für Kosmetologie, internationaler Dozent und Trainer für ästhetische Medizin.